23/19 – 17. Juni 2019

Sehr geehrte Kollegen,

am 10. Juni haben die beiden Citigroup-Analysten Mark Schofield und Benjamin Navarro einen Research-Bericht veröffentlicht, der es wert ist, weitergegeben zu werden. Letztlich geht es um eine Antwort auf die Frage, wie sich der Handelskrieg und die Geldpolitik der FED auf die Entwicklung von Aktien, Bonds, Zinsen und US-$ auswirken könnten.

22/19 – 11. Juni 2019

Sehr geehrte Kollegen,

nach einer 4-wöchiger Talfahrt an den Aktienbörsen haben sich die Kurse in der letzten Woche massiv erholt. Dass die Propaganda-Abteilungen der großen Wallstreet-Häuser jetzt wieder „aus allen Rohren feuern“ ist aus deren Sicht zwar verständlich, deren Argumente teilen wir aber nicht zu 100 %. Rückenwind gab es letzte Woche vor allem durch Äußerungen von FED-Chef Powell, der Leitzinssenkungen nicht mehr ausschloss. Außerdem beschwören die Analysten aus den „Propaganda-Abteilungen“ weiter die These, dass es der US-Wirtschaft und den US-Unternehmen gut gehe („Goldilock-Szenario“). Da dem so sei, seien die Aktienkurse „fundamental“ so gut „untermauert“, dass mögliche Kursrückschläge glimpflich verlaufen würden. Aufgrund der aktuell günstigen fundamentalen Situation gäbe es praktisch eine Art „Sicherheitsnetz“, das jeden Rückschlagabfedern“ würde. Wir teilen diese Einschätzungen überhaupt nicht.

21/19 – 03. Juni 2019

Sehr geehrte Kollegen,

in den letzten Ausgaben des „Inside Guide“ hatten wir wiederholt darauf hingewiesen, dass der von Donald Trump angezettelte Handelskrieg in naher Zukunft nicht beigelegt werden kann, sondern dass man eher von einer Eskalation ausgehen sollte. Eine Eskalation des Handelskriegs wiederum würde bedeuten, dass das Ende der über 10-jährigenJahrhundert-Hausse“ an den Aktienmärkten besiegelt ist. Wir haben ebenfalls darauf hingewiesen, dass man die Äußerungen aus den „Propagandaabteilungen“ der großen Geldverwalter nicht ernst nehmen darf. Die großen „Wallstreet-Häuser“ haben gar keine andere Wahl, als ständig die Kursenach oben zu beten“.

20/19 – 27. Mai 2019

Sehr geehrte Kollegen,

der Handelskrieg bleibt Thema Nr. 1. An den Märkten wird von nichts anderem gesprochen. Zunächst einmal sollte in den Medien damit aufgehört werden das Problem zu verniedlichen, indem z.B. ständig von „trade tensions“ gesprochen wird. Was Donald Trump veranstaltet, das hat nichts mit „Spannungen“, oder wie es Trump formuliert, mit kleinen „Kabbeleien“ zu tun. Treffender wäre es, von einem ausgewachsenen „Handelskrieg“ zu sprechen. Indem Donald Trump den weltweit führenden Mobilfunkkonzern Huawei auf die „schwarze Liste“ setzte und anderen Firmen (Chip-Herstellern, Softwareanbietern u.a.) verbietet, mit Huawei Geschäfte zu machen, hat er den „Handelskrieg“ noch einmal richtig befeuert.

19/19 – 20. Mai 2019

Sehr geehrte Kollegen,

wir haben uns in den letzten beiden Ausgaben des „Inside Guide“ (aber auch oft genug davor) bemüht zu erklären, warum die Aktienmärkte derzeit eher mit Vorsicht zu genießen sind. Nach über 10 JahrenJahrhunderthausse“ gibt es neben dem von Präsident Trump angezettelten Handelskrieg ein Dutzend weiterer Gründe für die Annahme, dass sich die Aktien bereits in einem „bear market“ befinden. Da sich die Kurse der wichtigsten Indizes nach dem jüngsten „Double Top“ noch nicht allzu weit von den „Alltime Highs“ entfernt haben (das gilt nicht für den Dow Transport Index und den marktbreiten Russel 2000 Index), besteht allerdings die theoretische Möglichkeit, dass sich die Kurse in einem „letzten Aufbäumen“ noch einmal erholen, die alten Höchstkurse überspringen und in einem finalen „Blow off“ die „Jahrhunderthausse“ beenden.

18/19 – 13. Mai 2019

Sehr geehrte Kollegen,

in der letzten Ausgabe hatten wir die Theorie von einem „melt-up“ erörtert, die zuletzt von einigen Analysten, allen voran vom Blackrock-Chef Larry Fink, als mögliches Szenario dem staunenden Publikum „verkauft“ wurde. Gemäß der „melt-up“ – These sollte sich die „Jahrhundert-Hausse“ munter fortsetzen, weil insbesondere institutionelle Investoren in „Kaufpanik“ geraten könnten. Institutionelle Investoren waren während der ganzen „Jahrhundert-Hausse“ meist unterinvestiert und waren deshalb bei ihren Kunden in die Kritik geraten. Dieser Druck könnte dazu führen, dass die verantwortlichen „Investmentstrategen“ sich nach dem Motto „besser zu spät als nie“ dazu verleiten lassen, durch „Panik-Käufe“ die Kurse weiter in die Höhe zu treiben. Wir sahen die „melt-up“ – These skeptisch und hielten es für keine gute Idee in der aktuellen Phase sich zu Käufen am Aktienmarkt verleiten zu lassen, schon deshalb, weil ein „melt-up“ zur „Blasenbildung“ mit nachfolgendem „Crash“ führen könnte.

17/19 – 06. Mai 2019

Sehr geehrte Kollegen,

in dieser Ausgabe möchten wir der Frage nachgehen, ob wir eine Fortsetzung der „Jahrhundert-Hausse“ an den Aktienmärkten erleben werden. Charttechnisch sieht es so aus, dass Nasdaq Composite und S & P 500 neue „Alltime Highs“ erreicht haben. Das weckt natürlich Hoffnungen, dass sich die nunmehr über 10 Jahre anhaltende Hausse an den Aktienmärkten munter fortsetzen könnte. Einige euphorische Analysten sind sogar der Meinung, dass es nach dem Überschreiten der alten Höchstkurse zu einem regelrechten „melt up“ kommen könnte.

16/19 – 29. April 2019

Sehr geehrte Kollegen,

am Freitag gab es neue „Alltime Highs“ auf Schlusskursbasis für den Nasdaq Composite und den S & P 500. Der Nasdaq Composite erreichte außerdem ein absolutes neues „Alltime High“, dem S & P 500 fehlte dazu gerade mal 1 Punkt. Setzt sich die Jahrhundert-Hausse nun tatsächlich fort? Wir selbst hatten nach dem massiven Absturz im letzten Quartal 2018 an eine derart deutliche Erholung nicht mehr geglaubt, zumal dunkle Konjunkturwolken am Himmel aufgezogen waren. Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass es auch für uns schwierig, wenn nicht unmöglich ist, historische Trendwenden exakt vorherzusagen.

15/19 – 15. April 2019

Sehr geehrte Kollegen,

zunächst ein Hinweis in eigener Sache. Wegen der Osterferien erhalten Sie die Ausgabe # 16 des „Inside Guide“ erst am 29. April.

In dieser Ausgabe schließen wir das Thema „Kursdeterminanten für den Goldpreis“ endgültig ab. Zuletzt ging es um den „SonderfaktorNr. 6, nämlich Handelskriege und Protektionismus (Handelsstreit USA/China, „Brexit“, Sanktionen gegen Russland und Iran u.a.). Es liegt nahe, dass sich aus dem ThemaAuswirkungen von Protektionismus auf den Goldpreiszwei Schlüsselfragen ergeben:

Erstens: Führen Protektionismus und Handelskriege tatsächlich zu Wohlstandsverlusten für Alle und haben sie auch das Potenzial eine globale Rezession, eine globale Depression oder gar eine Weltwirtschaftskrise auszulösen?