36/18 – 12. November 2018

Sehr geehrte Kollegen,

kurz zu den US-Zwischenwahlen (Midterm Election) vom 6. November: Wie von den Prognose-Instituten vorhergesagt, haben die Demokraten in den USA das Repräsentantenhaus zurückerobert. Mit dem Verlust der Mehrheit in einem der beiden Häuser wird es für Donald Trump schwerer, seine Politik in allen Punkten durchzusetzen. Die Demokraten können jetzt Gesetzesvorhaben blockieren und in der Haushaltspolitik der „Spendierfreudigkeit auf Pump“ Grenzen setzen. Es werden sicherlich keine Mittel freigegeben, um an der Grenze zu Mexiko eine Mauer zu bauen. Auch das von Ex-Präsident Obama geschaffene Gesundheitssystem wird Trump nicht abschaffen können. Die neue politische Situation sollte man aber auf gar keinen Fall falsch deuten.

35/18 – 05. November 2018

Sehr geehrte Kollegen,

der jüngste Oktober war für die Aktienbörsen der schlimmste seit Jahren. Hätte es an den letzten beiden Tagen des berühmt berüchtigten Börsenmonats nicht eine fulminante Erholung gegeben, dann wären für die Geschichtsbücher neue Superlativen entstanden. Von 20 Handelstagen verbuchten die US-Börsen an 13 Tagen Verluste. Ein weiterer Verlusttag hätte bedeutet, dass man in der Börsengeschichte 50 Jahre zurück gehen müsste, um Ähnliches zu finden. Die große Frage ist nun, ob jetzt das Schlimmste vorüber ist, oder ob weitere Kursverluste drohen.

34/18 – 29. Oktober 2018

Sehr geehrte Kollegen,

der Oktober hat seinen schlechten Ruf in der letzten Woche eindrucksvoll bestätigt. Nachdem die Aktienkurse schon in den Wochen zuvor hauptsächlich in eine Richtung tendierten, nämlich nach unten, wurde es am letzten Mittwoch  richtig heftig. Der Mittwoch endete mit einem regelrechten „Blutbad“ und am Freitag verabschiedete sich eine verheerende Woche mit horrenden Verlusten. Wie ist die aktuelle Situation zu bewerten?

33/18 – 22. Oktober 2018

Sehr geehrte Kollegen,

die Erinnerung an den „Schwarzen Montag“ vor 30 Jahren können wir Ihnen an dieser Stelle nicht ersparen. Am 19. Oktober 1987 kam es zum größten Crash der Nachkriegszeit. Innerhalb nur eines Tages fiel der Dow Jones Industrials um 508 Punkte oder – 22,6 %! Der Begriff „Schwarzer Montag“ hat sich in Anlehnung an den Begriff „Schwarzer Donnerstag“, den Börsencrash vom 24. Oktober 1929, der zur Weltwirtschaftskrise führte, etabliert. In der Folge stürzten die Kurse damals weltweit ab, z.B. in Australien um – 41,8 % und in Hongkong um – 45,8 %. In Deutschland fielen die Kurse „nur“ um rund 10 %. Dies war aber lediglich dem Umstand geschuldet, dass es vor 30 Jahren den DAX noch nicht gab und internationale Großinvestoren in Deutschland bei nur 2 Handelsstunden pro Tag nicht aktiv waren.

32/18 – 15. Oktober 2018

Sehr geehrte Kollegen,

Hoppala! Die US-Aktienmärkte sind doch nicht mit „Teflon beschichtet“ und dadurch immun gegen Kurseinbrüche. Niemand kann sagen, dass wir nicht oft genug gewarnt haben, dass genau das passieren kann, was wir in der vergangenen Woche erleben durften. Noch in der letzten Ausgabe des „Inside Guide“ haben wir zum wiederholten Male angeregt „FAANG-Aktien“ in „BANG-Aktien“ zu tauschen, da es ein Missverhältnis in der Bewertung von Tech-Aktien in Relation zu Goldminen-Aktien gibt. Die Wortschöpfung „BANG-Aktien“ für Barrick Gold, Agnico Eagle, Newmont Mining und GoldCorp stammt zwar leider nicht von uns, aber wir haben die erstmals letzte Woche in den Medien verbreitete strategische Idee schon vor Monaten in die Tat umgesetzt (siehe auch Muster-Depot).

31/18 – 08. Oktober 2018

Sehr geehrte Kollegen,

wir hatten in der letzten Ausgabe des „Inside Guide“ angesichts der restriktiveren Politik der FED dargelegt, dass es ein Dutzend Gründe gibt, warum die nächste Finanzkrise so sicher kommt wie das Amen in der Kirche. Das Problem ist nur, dass Crashs oder Finanzkrisen ohne Vorwarnung von einer Sekunde auf die nächste stattfinden, aber niemand kann wissen, wann das sein wird. Selbst die absurdeste Blasenbildung kann länger andauern, als man das für möglich hält. Oft genug hatten wir darauf hingewiesen, dass es gefährlich ist, zu früh auf eine Trendwende zu spekulieren. Nicht umsonst heißt es „the trend is your friend“. Wer bei der Anlage den Trendfolgemodellen vertraut, der liegt bei der kurzfristigen Einschätzung meist zu 99 % richtig und nur zu 1 % falsch, dann nämlich, wenn die erwartete Trendwende tatsächlich stattfindet. Wer dagegen auf eine Trendwende spekuliert, der liegt im Umkehrschluss meist zu 99 % falsch und nur zu 1 % richtig.

30/18 – 01. Oktober 2018

Sehr geehrte Kollegen,

am letzten Mittwoch hat die FED die Leitzinsen (Federal Funds Rate) um weitere 25 Basispunkte auf jetzt 2,00 – 2,25 % (Zielrate) erhöht. Diese Leitzinserhöhung war lange angekündigt und erwartet worden. Eine Überraschung gab es trotzdem. FED-Chef Jerome Powell hat erstmals auf die seit langer Zeit verwendete FormulierungFED’s monetary policy remains accomodative“ verzichtet. Die wörtliche Übersetzung (angepasste Geldpolitik) führt dabei etwas in die Irre. Im Sprachgebrauch der Notenbanken ist damit eine lockere Geldpolitik („Politik des billigen Geldes“) gemeint, die das Wachstum der Wirtschaft fördern soll. Das Gegenteil einer akkomodierenden Geldpolitik wäre eine restriktive Geldpolitik (Wirtschaftsboom soll gebremst werden).

29/18 – 24. September 2018

Sehr geehrte Kollegen,

man kann eigentlich nur noch den Kopf schütteln wenn man den „Bekloppten“ in Politik und Wirtschaft zusieht. Eine Petitesse wird aus parteipolitischen Gründen zur „Causa Maaßen“ „hochgejazzt“ damit Parteigegner und Medien daraus eine „Regierungskrise“ konstruieren können. Als Krönung werden die angeblichen „Fehlleistungen“ des Verfassungsschutzpräsidenten mit der Beförderung zum Staatssekretär im Innenministerium belohnt. Die Welt ist in „Unordnung“ geraten und man hat den Eindruck, dass viele Politikerden Schuss noch nicht gehört haben“.

28/18 – 17. September 2018

Sehr geehrte Kollegen,

vor 10 Jahren begann mit der Lehmann-Pleite die größte Wirtschaftskrise seit 1929. Der Entscheidung von US-Regierung und FED die Investmentbank Lehmann Brothers nicht zu stützen folgte ein „Jahrhundert Crash“. Den Verantwortlichen in Regierungen und Notenbanken blieben damals gerade mal 24 Stunden, um den völligen Zusammenbruch des Finanzsystems zu verhindern. Allein in Deutschland wurde zur Rettung der Banken eine Summe von über 500 Mrd. $ eingesetzt. In diesen Tagen wird mit einigen Filmen und Interviews mit den damals Handelnden an die damalige „Kernschmelze“ des Finanzsystems erinnert. Da die Medien derzeit mit der Beschreibung von Ursachen, Abläufen und Folgen des „Jahrhundert Crashs“ voll sind, braucht es seitens des „Inside Guides“ keine zusätzliche Reminiszenz zu den Ereignissen vor 10 Jahren.

27/18 – 10. September 2018

Sehr geehrte Kollegen,

am Dienstag hat auch Amazon temporär eine Marktkapitalisierung von über 1.000 Mrd. $ erreicht. Eine weitere Prognose von uns ist damit eingetroffen. Schon vor langer Zeit haben wir angekündigt, dass Amazon das Potenzial habe, sogar Apple als teuerstes Unternehmen der Welt abzulösen. Wir freuen uns deshalb über die jüngste Entwicklung, weil wir uns fast 10 Jahre lang rechtfertigen mussten, warum wir so stark auf die beiden Unternehmen gesetzt haben Die Analysten-Gemeinde sah in Apple nur eine „Ein-Produkt-Gesellschaft“, die das gleiche Schicksal erleiden würde wie einst Nokia. An Amazon kritisierten die Analysten, dass das Unternehmen nur investieren aber kein Geld verdienen könne. Wir sahen das stets völlig anders und argumentierten dutzende Male, dass die meisten Analysten diese Unternehmen einfach nicht verstehen und deren Potenzial nicht erkennen, da herkömmliche Bewertungsmethoden bei diesen Unternehmen nicht anwendbar sind.