24/17 – 03. Juli 2017

Sehr geehrte Kollegen,

zunächst ein Hinweis in eigener Sache. Dies ist vor unserer Sommerpause die letzte Ausgabe des „Inside Guide“; die restlichen 16 Ausgaben bis zum Jahresende werden Sie dann in den letzten 4 Monaten des Jahres erhalten. Wir hatten in den letzten beiden Jahren auf unsere Sommerpause verzichtet, da es uns darum ging, dass Sie die Jahrhundert-Rally an den Aktienmärkten trotz der immer wieder auftauchenden Cash-Gurus zu Ende reiten. Wie man gesehen hat, hatte sich dieser (für Sie kostenfreie) Einsatz gelohnt. Dieses Jahr ist die Situation völlig anders. Wir hatten uns mit Ausgabe Nr. 12 vom 27. März komplett aus den Aktienmärkten verabschiedet, um mit Cash und Gold mögliche Turbulenzen zu überstehen. Da sich an unserer vorsichtigen Haltung nichts geändert hat und das „Sommerlochnicht gerade für große Kursavancen bekannt ist, möchten wir uns dieses Jahr unsere wohlverdiente Pause wieder gönnen. Wie immer versprechen wir Ihnen uns sofort zurück zu melden, sollten an den Börsen dramatische Dinge passieren.

23/17 – 26. Juni 2017

Sehr geehrte Kollegen,

wir nehmen die Armuts-Studie des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes zum Anlass, das Thema etwas mehr zu beleuchten. Gemäß der Studie ist die Zahl der Armen in Deutschland mit einer Armutsquote von 15,7 % auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Arm sind die Menschen, die über weniger als 60 % des mittleren Einkommens der Gesellschaft verfügen. 12, 9 Millionen Menschen gelten in Deutschland als arm. Nun ist es bekanntlich so, dass die Wirtschaft in Deutschland gut dasteht und sogar wächst. Deutschland ist das Land, das am stärksten von der EU und der Währungsunion profitiert.

22/17 – 19. Juni 2017

Sehr geehrte Kollegen,

am Mittwoch hat die FED nach einem 8 : 1 Votum des FOMC (Federal Open Market Committe) die US-Leitzinsen (Zielrate der Federal Funds Rate) um 25 Basispunkte auf 1.00 % bis 1,25 % erhöht. Die Leitzinserhöhung war weitgehend erwartet worden. Interessanter aus unserer Sicht waren Janet Yellens Anmerkungen zur Inflation (gemeint ist der Anstieg der Konsumentenpreise ohne Energie und Lebensmittel). Zu Recht hatte nämlich Neel Kashkan, FED Präsident der Notenbank von Minneapolis, dafür gestimmt, auf eine Leitzinsanhebung zu verzichten. Die Preise waren zuletzt nämlich nicht gestiegen, sondern überraschend deutlich gefallen. Das Preissteigerungsziel von 2 % war damit in weite Ferne gerückt. Die FED hatte deshalb keinen Grund, die Leitzinsen anzuheben.

21/17 – 12. Juni 2017

Sehr geehrte Kollegen,

in der letzten Ausgabe des „Inside Guide“ hatten wir turbulente 10 Tage vorhergesagt. Wir meinten damit die Wahl in Großbritannien, die öffentliche Anhörung des EX-FBI-Chefs Comey, die EZB-Sitzung am Donnerstag und die Zinsentscheidung der FED am 14. Juni. Wir hatten nicht zu viel versprochen. Zu den genannten Unwägbarkeiten gesellte sich auch noch die Qatar-Krise. Was wir jetzt sehen ist geradezu typisch für das Börsengeschehen. Gerade wenn Analysten und Anleger das Gefühl verinnerlicht haben, sie erleben die Leibnitz’schebeste aller möglichen Welten“ gibt es plötzlich „Störfeuer“ aus allen Ecken.

20/17 – 06. Juni 2017

Sehr geehrte Kollegen,

in der vergangenen Woche gab es weitere neueAlltime Highs“ an den meisten wichtigen Aktienmärkten. Die neuen Rekordmarken: Dax 12.878.59, Nasdaq 6.308,76 und S & P 500 2.440.23. Der Nikkei 225 schaffte mit 20.150 den höchsten Stand seit August 2015. Außerdem: Die neuen Höchstkurse gab es erneut zum Wochenschluss, was grundsätzlich positiv zu werten ist. Aber: Nach wie vor erinnern uns die aktuellen Marktmechanismen an die letzten 6 Monate vor dem Crash im März 2000. Auch damals wollten die Aktienkurse partout nicht fallen. Jeder kleinere Rückschlag wurde rasch kompensiert und mit neuen Höchstkursen beantwortet. Vor dem Gipfelsturm waren damals allerdings die Kurssprünge nach oben größer, weshalb wir glauben, dass es derzeit noch eine Korrektur braucht, damit unsere Kursziele von 3.000 für den S & P 500 und 16.000 für den DAX erreicht werden. Minimale Kurssteigerungen zu neuenAlltime Highs“ und eine gleichzeitig rekordtiefe Volatilität sind keine gute Kombination.

19/17 – 29. Mai 2017

Sehr geehrte Kollegen,

wie man gesehen hat sind die Aktienmärkte derzeit nicht totzukriegen. Am Donnerstag gab es beim Nasdaq Composite mit 6.217,34 ein neuesAlltime High“ und am Freitag folgte der S & P 500 mit einem Rekordhoch von 2.418,71 nach. Höchstkurse zum Wochenende sind normalerweise immer positiv zu bewerten, erst recht, wenn am nachfolgenden Montag Feiertage folgen (Memorial Day in den USA und Bankfeiertag in GB). Offensichtlich fühlen sich die Aktionäre so sicher, dass sie auf Gewinnmitnahmen vor einem langen Wochenende verzichten wollen.

18/17 – 22. Mai 2017

Sehr geehrte Kollegen,

wir hatten zuletzt mehrfach darauf hingewiesen, dass an den Aktienmärkten das Momentum verloren gegangen ist und deshalb eine Korrektur dringend notwendig sei. Damit die von uns genannten Zielmarken von 3.000 für den S & P 500 und von 16.000 für den DAX erreicht werden können, müssten die „schwachen Hände“ aus dem Markt „geschüttelt“ werden. Neben dem Bauchgefühl betrachteten wir vor allem die extrem niedrigen Volatilitäten als Warnsignal.

17/17 – 15. Mai 2017

Sehr geehrte Kollegen,

in der vergangenen Woche gab es wieder einmal einige neueAlltime Highs“ bei einigen wichtigen Aktien-Indizes. Mehr aber auch nicht! Die Aktienmärkte treten mehr oder weniger auf der Stelle. Wenn es irgendwo voran geht, dann nur in Mini-Schrittchen. Außerdem: der Markt wird noch selektiver. Die Technologie- und Internetwerte von unserer Beobachtungsliste (Apple, Amazon, Alphabet, Facebook) krabbeln noch etwas weiter nach oben, während Aktien aus anderen Branchen teilweise regelrechte Abstürze erleben (z.B. Einzelhandelswerte). Uns erinnert der Markt an einen Marathonläufer, der nach 40 Kilometern kurz vor dem „aufamseln“ ist und dem Ziel entgegentaumelt. Der Schwung ist weg und es geht nur noch ums überleben. Auch an den Aktienmärkten ist das Momentum verloren gegangen, aber richtig fallen wollen die Kurse auch nicht. Dazu passend ist die Volatilität (VIX) auf einen kaum gesehenen Tiefstand gefallen. Was kann man in einer solchen Situation erwarten?

16/17 – 08. Mai 2017

Sehr geehrte Kollegen,

es wird langsam richtig spannend. Am Freitag gab es für den DAX mit 12.718.66, für den Nasdaq Composite mit 6.102.72 und für den Euro Stoxx 50 mit 1.425.70 Punkten jeweils ein neuesAlltime High“. Der S & P 500 hat sein „Alltime High“ vom 1. März bei 2.400.98 zwar knapp verpasst, erreichte aber am Freitag mit 2.399.29 zumindest einen neuen Höchstkurs auf Schlusskursbasis. Dem DOW fehlten am Freitag nur noch 162 Punkte (0,77 %) zum Rekordhoch, ähnlich ist die Situation beim Russel 2000. Es hat bei oberflächlicher Betrachtung den Anschein, dass die Welt an den Aktienmärkten vollkommen in Ordnung ist und der Kursaufschwung eine breite Basis hat. Wir denken, dass trotzdem Vorsicht angebracht ist.

15/17 – 02. Mai 2017

Sehr geehrte Kollegen,

es sieht so aus, als ob wir etwas zu vorsichtig waren, als wir uns vor den Osterferien aus den Aktienmärkten verabschiedet haben. Zwar gab es zunächst die von uns erwartete Korrektur, aber die fiel nicht besonders heftig aus. Da es grundsätzlich nicht möglich ist, den Markt kurzfristig exakt zu „timen“, bewerteten wir die Wahrscheinlichkeiten für eine Korrektur im Rahmen der „Jahrhundert-Hausse“ resp. für eine ungebremste Fortsetzung des Aufwärtstrends mit jeweils 50 %. Außer Frage stand aber immer, dass die „Jahrhunderthausse“ ihren Gipfelpunkt noch lange nicht erreicht hat.