29/20 – 21. September 2020

Sehr geehrte Kollegen,

am Mittwoch fiel die letzte Zinsentscheidung der FED vor den US-Wahlen und gleichzeitig die erste nach der Verkündung der „neuen Geldpolitik“. Der Duktus von Jerome Powells Erläuterungen zur US-Geldpolitik hat sich nicht gravierend verändert, obwohl Powell zugestanden hat, dass sich die US-Wirtschaft besser erholt habe, als zunächst befürchtet. Die FED erwartet nun für das Jahr 2020 eine Schrumpfung der US-Wirtschaft um – 3,7 %, nachdem der Ausblick vom Juni noch von – 6,5 % ausgegangen war. Bezüglich der Arbeitslosenrate geht die FED jetzt von 7,6 % zum Jahresende aus nach zuvor prognostizierten 9,3 %. Ebenfalls am letzten Mittwoch veröffentlichte die OECD (mit Sitz in Paris) ihre Wachstumsprognose für das Welt-GDP. Aufgrund besserer Daten aus China und den USA erwarte man nun eine Schrumpfung der Weltwirtschaft um – 4,5 %, nachdem man im Juni noch von – 6,0 % ausgegangen war.

28/20 – 14. September 2020

Sehr geehrte Kollegen,

in der letzten Ausgabe des „Inside Guide“ hatten wir erklärt, dass das neue „Credo“ der FED die Leitzinsen bei faktisch „Null“ dauerhaft zu fixieren sowohl die Aktien- als auch die Bond-, Devisen- und Rohstoffmärkte nachhaltig beeinflussen wird. Die Aktienmärkte reagierten zunächst reflexartig mit neuen „Alltime Highs“, insbesondere bei großen Tech-Namen wie Apple, Amazon, Alphabet, Tesla, Netflix etc. Gerade diese Aktien hatten die „Jahrhundert-Hausse“ angeführt und geprägt, sodass der letzte Anstieg stark übertrieben war und zu einer heftigen Korrektur führen musste. Die Korrektur kam prompt und sorgte bei den „Big-Techs“ für den Verlust von mehreren hundert Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung.

27/20 – 07. September 2020

Sehr geehrte Kollegen,

die Aktienmärkte haben den besten August der letzten 35 Jahre erlebt. Nach dem Absturz im März gab es tatsächlich die von vielen Analysten (nicht von uns) erwartete „V-ShapeErholungallerdings nur an den Aktienmärkten und nicht in der „Realwirtschaft. Fakt ist, dass die Hausse an den Aktienmärkten im Wesentlichen auf die ultralockere Geldpolitik der Notenbanken zurückzuführen ist. Jerome Powell hat in seiner Rede in Jackson Hole den Einfluss der FED auf die Aktienmärkte quasi „manifestiert“. Der Chef der US-Notenbank schätzt die konjunkturellen Perspektiven wegen der Corona-Pandemie derart negativ ein, dass er die US-Leitzinsen gleich für 5 Jahre bei „Null“ beibehalten will. Gleichzeitig hat Powell das „Inflations-Ziel“ neu definiert.

26/20 – 31. August 2020

Sehr geehrte Kollegen,

das erste Mal in unserer 27-jährigen Geschichte hatten wir uns außerplanmäßig während unserer Sommerpause mit der Ausgabe # 25 vom 10. August 2020 zurückgemeldet. Grund: Der Kursanstieg bei den Edelmetallen und den Goldminen-Aktien war uns etwas zu schnell gegangen und der Markt war „überkauft“. Bei unserem „Sondereinsatz“ ging es uns darum, dass Sie bei den notwendig gewordenen Korrekturen nicht die Nerven verlieren und etwaige Kursrückschläge stattdessen für Zukäufe nutzen. Wörtlich schrieben wir auf Seite 5 des „Inside Guide“:

25/20 – 10. August 2020

Sehr geehrte Kollegen,

eigentlich wollten wir uns erst zum Ende des Sommers am 31. August mit der Ausgabe # 25 des „Inside Guide“ zurückmelden. Ungewöhnliche Zeiten machen es das erste Mal in der 27-jährigen Geschichte des „Inside Guide“ notwendig, dass wir unsere „Sommerpause“ außerplanmäßig unterbrechen, um sie über die aktuellen Entwicklungen zu informieren. Die Unterbrechung der Sommerpause fällt uns zugegebener Weise auch deshalb leicht, weil auch wir die Urlaubsplanung wegen der Corona-Pandemie restriktiv gehandhabt haben. Wenn es sich ergibt, werden wir lieber im Herbst eine kleine Pause einlegen.

24/20 – 29. Juni 2020

Sehr geehrte Kollegen,

zunächst ein Hinweis in eigner Sache. Dies ist die letzte Ausgabe des „Inside Guide“ vor unserer traditionellen Sommerpause. Ab dem 31. August geht es mit der Ausgabe # 25 wieder normal weiter. In der Regel verlaufen die beiden Sommermonate ruhig, sodass weder bei uns noch bei unseren Lesern Handlungsbedarf besteht. Sollten sich trotzdem dramatische Dinge ereignen, werden wir uns natürlich sofort „außerplanmäßig“ zurückmelden.

23/20 – 22. Juni 2020

Sehr geehrte Kollegen,

die derzeit zu beobachtenden Kursbewegungen sind chaotisch und für die meisten Anleger kaum zu verstehen. Selbst ausgebuffte Profis wie Warren Buffett oder Carl Icahn verstehen die Welt nicht mehr. Angesichts der Horror-Szenarien für die Luftfahrt-Industrie hatte Warren Buffett seine umfangreichen Investments in Airline-Aktien fast zum Tiefpunkt aufgelöst, nur um mit anzusehen, dass genau die von ihm verkauften Aktien kurz danach um + 125 % zulegten. Carl Icahn hat seine beherrschende Beteiligung am Autovermieter Hertz aufgelöst und seine Papiere für 0,70 $ auf den Markt geworfen.

22/20 – 15. Juni 2020

Sehr geehrte Kollegen,

wie Sie wissen, hatten wir uns frühzeitig aus den Aktienmärkten verabschiedet und vollständig auf Gold und Goldminen-Aktien gesetzt. Es folgte der brutale Kurssturz im Frühjahr diesen Jahres, und wir erklärten, dass mit diesem Kurssturz die „Jahrhundert-Hausse“ endgültig Geschichte sei. Bestärkt in dieser Aussage hatten uns die vielfältigen Probleme wie Handelskrieg, Brexit, marode Banken und schließlich der Ausbruch der Corona-Pandemie. Spätestens mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie war klar, dass dem Kurssturz an den Börsen ein gravierender weltweiter Konjunktureinbruch folgen würde.

21/20 – 8. Juni 2020

Sehr geehrte Kollegen,

wir hatten in der letzten Ausgabe des Inside Guide die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie besprochen. Diesbezüglich ging es auch um die Frage, wie sich die anbahnende schwere Rezession auf die Börsenkurse auswirken könnte. Da sich seit Mitte März 42 Mio. Amerikaner arbeitslos gemeldet haben und selbst offizielle US-Regierungsstellen davon ausgehen, dass die Arbeitslosenrate auf bis zu 25 % steigen wird, hat sich der Vergleich zur Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre angeboten. Damals konnte man beobachten, dass sich eine deflationäre Kontraktion aus sich selbst heraus verstärkt.

20/20 – 25. Mai 2020

Sehr geehrte Kollegen,

die relative Stabilität an den Aktienmärkten vermittelt den Eindruck, dass die Wirtschaft ordnungsgemäß funktioniert und man die CoronaPandemie wie einen schlechten Traum abhaken könne. Positive Fortschritte bei der Entwicklung von Impfstoffen (z.B. von Moderna) werden an den Börsen mit Kursavancen gefeiert, obwohl anerkannte Virologen unisono feststellen, dass es mindestens noch 12 Monate braucht, bis Impfstoffe tatsächlich verfügbar gemacht werden können.