29/17 – 18. September 2017

Sehr geehrte Kollegen,

am Freitag haben Dow Jones und S & P 500 neueAlltime High“ markiert. Ob Nordkorea, Venezuela, Syrien, Putin, Trump, Erdogan, Pleitebanken oder die FED  –  nichts kann die Aktienmärkte offensichtlich schocken. Zwar gab es im Sommer eine Korrektur, die bei einzelnen Titeln auch deutlicher ausfiel, aber die Aktienmärkte zeigen sich widerstandsfähig. Einen deutlicheren Absturz von vielleicht 15-20 %, wie wir ihn zuletzt befürchtet hatten, gab es bisher nicht. Was dagegen angesichts der vielfältigen Probleme in der Welt immer deutlicher wird ist der Grund für die Widerstandsfähigkeit der Aktienmärkte: Wie wir schon seit Jahren immer argumentiert hatten, ist der einzige Grund für die scheinbar endlose „Jahrhundert-Hausse“ die ultralockere Geldpolitik der Notenbanken.

28/17 – 11. September 2017

Sehr geehrte Kollegen,

das wichtigste Ereignis der vergangenen Woche war am Donnerstag die Pressekonferenz Mario Draghis nach der Sitzung des EZB-Rats am Mittwoch. Im Vorfeld hatten Bank-Analysten auffällig hartnäckig Erwartungen geweckt, die EZB könne demnächst damit beginnen, ihr Anleihen-Kaufprogramm („Quantitativ Easing“) zurückzufahren („Tapering“). Dies sollte dann der Einstieg in den Ausstieg aus der ultra-lockeren Geldpolitik der EZB sein.

27/17 – 04. September 2017

Sehr geehrte Kollegen,

dies ist unsere dritte Ausgabe nach unserer  Sommerpause und man kann jetzt schon erkennen, dass wir zu Recht 2 Wochen früher mit unserem „Inside Guide“ zurückgekehrt sind. Nach einem wochenlangenAuf der Stelle treten“ geht es wieder zur Sache. Am Freitag gab es neueAlltime Highs“ bei wichtigen Aktien-Indizes wie S & P 500, DOW und Nasdaq Composite sowie bei Bitcoins. Außerdem: Am vergangenen Dienstag hat der €uro mit 1,2070 gegen den US-$ ein neues Zwischenhoch erreicht. Der Dollar-Index, der auch andere wichtige Währungen berücksichtigt, ist am Freitag auf den tiefsten Stand seit Januar 2015 abgestürzt. Rein charttechnisch sieht es so aus, als ob der US-$ jetzt in den freien Fall übergehen könnte. Das wiederum sehen wir eher als unwahrscheinlich an, denn die Börse ist keine Einbahnstraße.

26/17 – 28. August 2017

Sehr geehrte Kollegen,

sollten Sie es noch nicht bemerkt haben: Am Freitag der Vorwoche hat der Goldpreis mit 1.300,93 $ den höchsten Stand seit dem 4. November 2016 erreicht. Für europäische Anleger hat sich die Performance von Gold durch den kräftigen Anstieg des €uro relativiert, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass weltweit eine Flucht in die absolute Sicherheit zu beobachten ist. Dieser Trend dürfte sich in den nächsten Wochen und Monaten noch beschleunigen, denn auf den saisonal bedingten Preisanstieg bei Gold zwischen  Herbst und Frühjahr ist seit Jahrzehnten Verlass.

25/17 – 21. August 2017

Sehr geehrte Kollegen,

wir haben unsere Sommerpause früher als ursprünglich geplant abgebrochen und melden uns aus aktuellem Anlass wieder zurück.

Wie Sie wissen, haben wir uns mit der Ausgabe # 12 vom 27. März aus den Aktienmärkten temporär verabschiedet, da wir mit einer deutlicheren Korrektur gerechnet hatten. Das Chance/Risiko-Verhältnis bei Aktien hatte sich zum Negativen hin verändert. Als wir uns mit der Ausgabe # 24 vom 3. Juli in die Sommerpause verabschiedeten, hatte sich an dieser Einschätzung nichts geändert. Besonders gestört hatte uns die historisch niedrige Volatilität (VIX)von unter 9. Wir erklärten Ihnen, dass die Anleger offensichtlich zu sorglos sind, und dass dieser Zustand nicht sehr lange anhalten wird.

24/17 – 03. Juli 2017

Sehr geehrte Kollegen,

zunächst ein Hinweis in eigener Sache. Dies ist vor unserer Sommerpause die letzte Ausgabe des „Inside Guide“; die restlichen 16 Ausgaben bis zum Jahresende werden Sie dann in den letzten 4 Monaten des Jahres erhalten. Wir hatten in den letzten beiden Jahren auf unsere Sommerpause verzichtet, da es uns darum ging, dass Sie die Jahrhundert-Rally an den Aktienmärkten trotz der immer wieder auftauchenden Cash-Gurus zu Ende reiten. Wie man gesehen hat, hatte sich dieser (für Sie kostenfreie) Einsatz gelohnt. Dieses Jahr ist die Situation völlig anders. Wir hatten uns mit Ausgabe Nr. 12 vom 27. März komplett aus den Aktienmärkten verabschiedet, um mit Cash und Gold mögliche Turbulenzen zu überstehen. Da sich an unserer vorsichtigen Haltung nichts geändert hat und das „Sommerlochnicht gerade für große Kursavancen bekannt ist, möchten wir uns dieses Jahr unsere wohlverdiente Pause wieder gönnen. Wie immer versprechen wir Ihnen uns sofort zurück zu melden, sollten an den Börsen dramatische Dinge passieren.

23/17 – 26. Juni 2017

Sehr geehrte Kollegen,

wir nehmen die Armuts-Studie des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes zum Anlass, das Thema etwas mehr zu beleuchten. Gemäß der Studie ist die Zahl der Armen in Deutschland mit einer Armutsquote von 15,7 % auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Arm sind die Menschen, die über weniger als 60 % des mittleren Einkommens der Gesellschaft verfügen. 12, 9 Millionen Menschen gelten in Deutschland als arm. Nun ist es bekanntlich so, dass die Wirtschaft in Deutschland gut dasteht und sogar wächst. Deutschland ist das Land, das am stärksten von der EU und der Währungsunion profitiert.

22/17 – 19. Juni 2017

Sehr geehrte Kollegen,

am Mittwoch hat die FED nach einem 8 : 1 Votum des FOMC (Federal Open Market Committe) die US-Leitzinsen (Zielrate der Federal Funds Rate) um 25 Basispunkte auf 1.00 % bis 1,25 % erhöht. Die Leitzinserhöhung war weitgehend erwartet worden. Interessanter aus unserer Sicht waren Janet Yellens Anmerkungen zur Inflation (gemeint ist der Anstieg der Konsumentenpreise ohne Energie und Lebensmittel). Zu Recht hatte nämlich Neel Kashkan, FED Präsident der Notenbank von Minneapolis, dafür gestimmt, auf eine Leitzinsanhebung zu verzichten. Die Preise waren zuletzt nämlich nicht gestiegen, sondern überraschend deutlich gefallen. Das Preissteigerungsziel von 2 % war damit in weite Ferne gerückt. Die FED hatte deshalb keinen Grund, die Leitzinsen anzuheben.

21/17 – 12. Juni 2017

Sehr geehrte Kollegen,

in der letzten Ausgabe des „Inside Guide“ hatten wir turbulente 10 Tage vorhergesagt. Wir meinten damit die Wahl in Großbritannien, die öffentliche Anhörung des EX-FBI-Chefs Comey, die EZB-Sitzung am Donnerstag und die Zinsentscheidung der FED am 14. Juni. Wir hatten nicht zu viel versprochen. Zu den genannten Unwägbarkeiten gesellte sich auch noch die Qatar-Krise. Was wir jetzt sehen ist geradezu typisch für das Börsengeschehen. Gerade wenn Analysten und Anleger das Gefühl verinnerlicht haben, sie erleben die Leibnitz’schebeste aller möglichen Welten“ gibt es plötzlich „Störfeuer“ aus allen Ecken.

20/17 – 06. Juni 2017

Sehr geehrte Kollegen,

in der vergangenen Woche gab es weitere neueAlltime Highs“ an den meisten wichtigen Aktienmärkten. Die neuen Rekordmarken: Dax 12.878.59, Nasdaq 6.308,76 und S & P 500 2.440.23. Der Nikkei 225 schaffte mit 20.150 den höchsten Stand seit August 2015. Außerdem: Die neuen Höchstkurse gab es erneut zum Wochenschluss, was grundsätzlich positiv zu werten ist. Aber: Nach wie vor erinnern uns die aktuellen Marktmechanismen an die letzten 6 Monate vor dem Crash im März 2000. Auch damals wollten die Aktienkurse partout nicht fallen. Jeder kleinere Rückschlag wurde rasch kompensiert und mit neuen Höchstkursen beantwortet. Vor dem Gipfelsturm waren damals allerdings die Kurssprünge nach oben größer, weshalb wir glauben, dass es derzeit noch eine Korrektur braucht, damit unsere Kursziele von 3.000 für den S & P 500 und 16.000 für den DAX erreicht werden. Minimale Kurssteigerungen zu neuenAlltime Highs“ und eine gleichzeitig rekordtiefe Volatilität sind keine gute Kombination.