Monatliche Archive: Oktober 2018

32/18 – 15. Oktober 2018

Sehr geehrte Kollegen,

Hoppala! Die US-Aktienmärkte sind doch nicht mit „Teflon beschichtet“ und dadurch immun gegen Kurseinbrüche. Niemand kann sagen, dass wir nicht oft genug gewarnt haben, dass genau das passieren kann, was wir in der vergangenen Woche erleben durften. Noch in der letzten Ausgabe des „Inside Guide“ haben wir zum wiederholten Male angeregt „FAANG-Aktien“ in „BANG-Aktien“ zu tauschen, da es ein Missverhältnis in der Bewertung von Tech-Aktien in Relation zu Goldminen-Aktien gibt. Die Wortschöpfung „BANG-Aktien“ für Barrick Gold, Agnico Eagle, Newmont Mining und GoldCorp stammt zwar leider nicht von uns, aber wir haben die erstmals letzte Woche in den Medien verbreitete strategische Idee schon vor Monaten in die Tat umgesetzt (siehe auch Muster-Depot).

31/18 – 08. Oktober 2018

Sehr geehrte Kollegen,

wir hatten in der letzten Ausgabe des „Inside Guide“ angesichts der restriktiveren Politik der FED dargelegt, dass es ein Dutzend Gründe gibt, warum die nächste Finanzkrise so sicher kommt wie das Amen in der Kirche. Das Problem ist nur, dass Crashs oder Finanzkrisen ohne Vorwarnung von einer Sekunde auf die nächste stattfinden, aber niemand kann wissen, wann das sein wird. Selbst die absurdeste Blasenbildung kann länger andauern, als man das für möglich hält. Oft genug hatten wir darauf hingewiesen, dass es gefährlich ist, zu früh auf eine Trendwende zu spekulieren. Nicht umsonst heißt es „the trend is your friend“. Wer bei der Anlage den Trendfolgemodellen vertraut, der liegt bei der kurzfristigen Einschätzung meist zu 99 % richtig und nur zu 1 % falsch, dann nämlich, wenn die erwartete Trendwende tatsächlich stattfindet. Wer dagegen auf eine Trendwende spekuliert, der liegt im Umkehrschluss meist zu 99 % falsch und nur zu 1 % richtig.

30/18 – 01. Oktober 2018

Sehr geehrte Kollegen,

am letzten Mittwoch hat die FED die Leitzinsen (Federal Funds Rate) um weitere 25 Basispunkte auf jetzt 2,00 – 2,25 % (Zielrate) erhöht. Diese Leitzinserhöhung war lange angekündigt und erwartet worden. Eine Überraschung gab es trotzdem. FED-Chef Jerome Powell hat erstmals auf die seit langer Zeit verwendete FormulierungFED’s monetary policy remains accomodative“ verzichtet. Die wörtliche Übersetzung (angepasste Geldpolitik) führt dabei etwas in die Irre. Im Sprachgebrauch der Notenbanken ist damit eine lockere Geldpolitik („Politik des billigen Geldes“) gemeint, die das Wachstum der Wirtschaft fördern soll. Das Gegenteil einer akkomodierenden Geldpolitik wäre eine restriktive Geldpolitik (Wirtschaftsboom soll gebremst werden).