Monatliche Archive: Mai 2019

20/19 – 27. Mai 2019

Sehr geehrte Kollegen,

der Handelskrieg bleibt Thema Nr. 1. An den Märkten wird von nichts anderem gesprochen. Zunächst einmal sollte in den Medien damit aufgehört werden das Problem zu verniedlichen, indem z.B. ständig von „trade tensions“ gesprochen wird. Was Donald Trump veranstaltet, das hat nichts mit „Spannungen“, oder wie es Trump formuliert, mit kleinen „Kabbeleien“ zu tun. Treffender wäre es, von einem ausgewachsenen „Handelskrieg“ zu sprechen. Indem Donald Trump den weltweit führenden Mobilfunkkonzern Huawei auf die „schwarze Liste“ setzte und anderen Firmen (Chip-Herstellern, Softwareanbietern u.a.) verbietet, mit Huawei Geschäfte zu machen, hat er den „Handelskrieg“ noch einmal richtig befeuert.

19/19 – 20. Mai 2019

Sehr geehrte Kollegen,

wir haben uns in den letzten beiden Ausgaben des „Inside Guide“ (aber auch oft genug davor) bemüht zu erklären, warum die Aktienmärkte derzeit eher mit Vorsicht zu genießen sind. Nach über 10 JahrenJahrhunderthausse“ gibt es neben dem von Präsident Trump angezettelten Handelskrieg ein Dutzend weiterer Gründe für die Annahme, dass sich die Aktien bereits in einem „bear market“ befinden. Da sich die Kurse der wichtigsten Indizes nach dem jüngsten „Double Top“ noch nicht allzu weit von den „Alltime Highs“ entfernt haben (das gilt nicht für den Dow Transport Index und den marktbreiten Russel 2000 Index), besteht allerdings die theoretische Möglichkeit, dass sich die Kurse in einem „letzten Aufbäumen“ noch einmal erholen, die alten Höchstkurse überspringen und in einem finalen „Blow off“ die „Jahrhunderthausse“ beenden.

18/19 – 13. Mai 2019

Sehr geehrte Kollegen,

in der letzten Ausgabe hatten wir die Theorie von einem „melt-up“ erörtert, die zuletzt von einigen Analysten, allen voran vom Blackrock-Chef Larry Fink, als mögliches Szenario dem staunenden Publikum „verkauft“ wurde. Gemäß der „melt-up“ – These sollte sich die „Jahrhundert-Hausse“ munter fortsetzen, weil insbesondere institutionelle Investoren in „Kaufpanik“ geraten könnten. Institutionelle Investoren waren während der ganzen „Jahrhundert-Hausse“ meist unterinvestiert und waren deshalb bei ihren Kunden in die Kritik geraten. Dieser Druck könnte dazu führen, dass die verantwortlichen „Investmentstrategen“ sich nach dem Motto „besser zu spät als nie“ dazu verleiten lassen, durch „Panik-Käufe“ die Kurse weiter in die Höhe zu treiben. Wir sahen die „melt-up“ – These skeptisch und hielten es für keine gute Idee in der aktuellen Phase sich zu Käufen am Aktienmarkt verleiten zu lassen, schon deshalb, weil ein „melt-up“ zur „Blasenbildung“ mit nachfolgendem „Crash“ führen könnte.

17/19 – 06. Mai 2019

Sehr geehrte Kollegen,

in dieser Ausgabe möchten wir der Frage nachgehen, ob wir eine Fortsetzung der „Jahrhundert-Hausse“ an den Aktienmärkten erleben werden. Charttechnisch sieht es so aus, dass Nasdaq Composite und S & P 500 neue „Alltime Highs“ erreicht haben. Das weckt natürlich Hoffnungen, dass sich die nunmehr über 10 Jahre anhaltende Hausse an den Aktienmärkten munter fortsetzen könnte. Einige euphorische Analysten sind sogar der Meinung, dass es nach dem Überschreiten der alten Höchstkurse zu einem regelrechten „melt up“ kommen könnte.