Demo Ausgabe

08/18 – 26. Februar 2018 DEMO-AUSGABE


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Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen der Ausgabe Nr. 08 vom 26. Februar 2018.

Ihr InsideGuide Team

14/15 – 20. April 2015 

Die US-Aktienmärkte haben sich in der vergangenen Woche weiter erholt, aber die alten Höchstkurse wurden bisher nicht erreicht. Die „Treiber“ an den Aktienmärkten waren erneut die Tech-Aktien. Amazon, konnte sogar die Marke von 1.500 $ knacken. Andere wichtige Sektoren hinken aber noch kräftig hinterher und deshalb macht „eine Amazon noch keinen Frühling“. Wiederholt haben wir zuletzt erklärt, dass man in der aktuellen Phase nicht seriös prognostizieren kann, wohin die Reise in den nächsten Monaten geht. Prinzipiell ist es möglich, dass die Hausse an den Aktienmärkten mit neuenAlltime Highs“ munter weitergeht. Angesichts der immer noch niedrigen Zinsen sehen wir Aktien nicht als überbewertet an; eine Blasenbildung können wir erst recht nicht konstatieren. Trotzdem könnte mit dem jüngsten Crash an den Aktienmärkten bereits die Wende eingeleitet worden sein. Die rasche Erholung kann nämlich auch dazu führen, dass sich ein „Doppel-Top“ bildet. Als langfristig orientierte strategische Investoren sehen wir freilich das Chance/Risiko-Verhältnis nicht mehr gewahrt und bei einer Chance von 50 : 50 können wir genauso gut im Casino auf „Rot“ oder „Schwarz“ setzen. Was wir in der aktuellen Phase sicher sagen können ist doch folgendes:

  • Glückliche Tage an der Börse währen niemals ewig.
  • Je länger der Höhenflug andauert und je höher die Kurse steigen, desto tiefer ist der nachfolgende Fall.
  • Am Ende der „Jahrhundert-Hausse“ steht ein „Jahrhundert-Crash“.

Das Problem ist und bleibt vorerst das „Timing“. Wenn wir nun die Argumente für eine Fortsetzung der „Jahrhundert-Hausse“ von den unterschiedlichen Analysten hören, dann erinnert uns das an die Fonds-Legende Sir John Tempelton. Der sagte: „Die gefährlichsten Worte beim Investieren sind „This time everything is different“. Gemeint hat er damit, dass bestimmte Veränderungen, zum Beispiel eine Änderung der Zinspolitik, in der Vergangenheit immer zu einem Trendwechsel an den Aktienmärkten geführt haben. Während eines Aufwärtstrends bei sonst günstigem Umfeld möchte niemand gerne wahrhaben, dass die schöne Zeit mit einem „Ablaufdatum“ versehen ist. Deshalb sucht man Gründe, warum diesmal alles anders sein könnte  –  und solche Gründe findet man auch. Diesmal sind es  z.B. die „Trumponomics“ (mit Steuererleichterungen, Infrastruktur-Investitionen (Deficit Spending), Deregulierung) und die Dollarschwäche). Mit genannten Argumenten wird jetzt von den Bullen die Aktienbörsegesund gebetet“. Die Optimisten meinen, dass die Unternehmensgewinne steigen, die Wirtschaft wächst und dass wegen der oben genannten 4 Punkte in naher Zukunft alles noch viel besser wird. Da alles zum Besten steht („Goldilock-Szenario“) und alles noch besser wird, kann an einer Fortsetzung der Hausse nicht gezweifelt werden. Richtig sei es aus Sicht der Optimisten deshalb, bei jedem Rückschlag zuzukaufen. Niemand kann die Gedanken der Optimisten besser nachvollziehen als wir, weil wir entgegen der Warnung von John Tempelton jahrelang die „Jahrhunderthaussepropagierten und folgerichtig die „buy the dips“-Strategie empfahlen. Wir haben diese Linie deshalb so lange konsequent durchgehalten, weil wir frühzeitig eine Situation erkannt haben, die es in dieser Form noch nie gab. Mit der „Nullzins-Politik“ und den „Quantitative Easing“-Programmen der Notenbanken wurden die Renditen bei Staatsanleihen in den negativen Bereich manipuliert, und so etwas gab es in der Historie noch nie. Solange diese ultralockere Geldpolitik der Notenbanken fortgesetzt werde, so argumentierten wir, werden die Aktienkurse weiter steigen. Wir kamen ferner zu dem Schluss, dass die ultralockere Geldpolitik der Notenbanken auch irreversibel sei. Wir warnten deshalb immer, dass ein Versuch der Notenbanken die „Zinsnormalitätwiederherzustellen, auf direktem Wege in die Katastrophe führen würde. Es ist nun so, dass die FED tatsächlich versucht die Zinsnormalität wiederherzustellen und gleichzeitig die aufgeblähte Bilanzsumme „einzudampfen“. Jannet Yellen hat mit dieser Politik begonnen und der neue FED-Chef Jerome Powell hat bekräftigt, die restriktive Geldpolitik fortsetzen zu wollen. Damit wird dem Markt in erheblichem Umfang Liquidität entzogen und das ist „per se“ kein positives Signal für die Kapitalmärkte. Geht man davon aus, dass die „Nullzinspolitik“ und die QE-Programme der Notenbanken ursächlich waren für die „Jahrhundert-Hausse“ an den Aktienmärkten, dann spricht eine „Umkehrung“ dieser ultralockeren Geldpolitik nicht gerade für eine lange Fortsetzung der „Jahrhundert-Hausse“. Wie schon Altmeister André Kostolany richtig erkannt hat, geht es an der Börse immer nur um Geld (Liquidität) und Psychologie. Positive Meldungen aus der Wirtschaft und von Unternehmen nimmt man zwar gerne zur Kenntnis, aber positive Meldungen allein bewegen keine Kurse. Was es braucht ist vor allem Liquidität und eine gute Stimmung (Psychologie). Der Faktor Liquidität ist aber mit der restriktiveren Geldpolitik der FED nicht mehr uneingeschränkt positiv zu bewerten. Was den Faktor „Psychologie“ anbelangt ist es so, dass die  Stimmung nach der jüngsten Kurserholung vergleichsweise gut ist. Vorsicht ist trotzdem geboten, denn Stimmungen können binnen kürzester Zeit kippen und sich ins genaue Gegenteil verändern. Wie könnte es also weitergehen? Es ist doch so: In der Historie war es fast immer so, dass Rezessionen durch Notenbanken ausgelöst wurden, und zwar dann, wenn in der Geldpolitik von expansiv auf restriktiv umgeschaltet wurde. Die Frage ist: Warum soll diesmal alles anders sein? Aus unserer Sicht sind die zuvor genannten 4 Gründe, die von den Optimisten ins Feld geführt werden, nicht hinreichend. Das Gefahrenpotenzial ist dagegen enorm und geschichtlich ohne Beispiel. Noch nie in der Historie gab es eine Situation, in der die FED nicht nur die Leitzinsen anhebt, sondern zusätzlich auch die aufgeblähte Notenbank-Bilanz eindampfen will, d.h. sie wird die zuvor angekauften Staatsanleihen am Markt sukzessive verkaufen und dem Kapitalmarkt auf diesem Wege Liquidität entziehen. Wenn FED-Chef Jerome Powell seine Ankündigungen in die Tat umsetzt, dann wird das zweifelsfrei zunächst die US-Bondmärkte und zeitnah auch die US-Aktienmärkte schwer belasten. Aus gutem Grund ist die Entwicklung der Renditen bei den 10 j. Staatsanleihen bei den institutionellen Investoren jetzt ständig im Fokus. Des Öfteren hört man, dass ein Anstieg der Rendite bei den 10 j. Treasuries für die Aktienmärkte als negatives Signal gewertet wird. Am Mittwoch den 21. Februar stieg die Rendite der 10 j. Treasuries in der Spitze bis auf 2,952 %. Am Tag zuvor war die Rendite für 10 j. deutsche Bunds in der Spitze auf 0,761 geklettert. Den Aktienmärkten hatte das gar nicht gefallen. Um so größer war die Erleichterung, als sich die Renditen sowohl bei den 10 j. US-Treasuries als auch bei den 10 j. deutschen Bunds zum Wochenschluss wieder zurückbildeten, und zwar auf 2,866 % resp. 0.651 %. Die Aktien reagierten darauf positiv und schlossen im Wochenvergleich höher. Man erkennt daraus, dass es sehr stark darauf ankommen wird, wie die FED agiert. Nach wie vor negativ beurteilen wir die Verflachung der amerikanischen Zinsstrukturkurve. Die Zinsdifferenz zwischen 10 j. und 2 j. US-Treasuries liegt nur noch bei 0,624 %. Dass eine weitere Verflachung der Zinsstruktur der US-Wirtschaft nicht bekommen wird dürfte jedem klar sein. Anders ist die Situation z.B. in Deutschland mit einer steilen Zinsstruktur. Die Differenz zwischen 10 j. Bunds (0,651 %) und 2 j. Bunds (– 0,533 %) liegt bei 1,184 %. Wir empfehlen die Rendite-Situation an den Bondmärkten im Auge zu behalten, um die Perspektiven an den Aktienmärkten besser einschätzen zu können. Ein Erwerb der staatlichen „Schrottpapiere“ verbietet sich schon wegen der deutlich negativen Realrenditen.

Wegen der grundsätzlichen Bedeutung der Entwicklung an den Bondmärkten und dem Agieren der FED hat sich zuletzt eine Diskussion um den Anstieg der Konsumentenpreise (CPI) entwickelt. Die Überlegung dahinter: Steigen die Preise deutlich an, könnte die FED Handlungsbedarf sehen und die Zinspolitik schneller straffen, als es vielen Anlegern lieb ist. Tatsächlich stiegen die Preise im Januar um + 0,5 % oder annualisiert um + 2,1 % (die Erwartung lag bei 1,9 %). Argumente für einen weiteren Preisanstieg gibt es:

  • Trumponomics: Steuererleichterungen, Deficit Spending in die Infrastruktur und Deregulierung der Wirtschaft wirken allesamt preistreibend.
  • Haushaltsdefizite: Die geplante Wirtschaftspolitik Trumps dürfte dazu führen, dass das jährliche Haushaltsdefizit auf über 000 Mrd. $ anschwillt. Die steigende Schuldenlast der USA dürfte zu einer Dollar-Krise führen und das wiederum macht Importe teurer. Der schwache Dollar wirkt wegen der steigenden Importpreise schon jetzt preistreibend.
  • US-Handelspolitik: Präsident Trump plant den US-Markt abzuschotten und Importe mit hohen Zöllen zu belegen. Höhere Einfuhrzölle wirken „per sepreistreibend.
  • Rohstoff-Zyklus: Rohstoffmärkte sind von Natur aus zyklisch. Bei tiefen Preisen sinkt die Produktion von Rohstoffen und es wird kaum in die Produktionsausweitung investiert. Dadurch sinkt das Angebot und die Preise können wieder steigen. Hohe Preise ermuntern die Produzenten, in die Kapazitätsausweitung zu investieren. Dies kann irgendwann wieder zu Überkapazitäten und fallenden Preisen führen und der Zyklus beginnt von vorn. Aktuell sind die Rohstoffpreise noch historisch billig, aber die Trendwende ist bereits erfolgt.

Die Plausibilität des Preis-Themas ist zwar offensichtlich, aber unserer Meinung nach überzeichnet. Strukturell gravierende Veränderungen bei den Konsumentenpreisen entwickeln sich über viele Jahre. Eine Situation wie in den 70er Jahren ist nicht zu befürchten, da Globalisierung und Demographie tendenziell deflatorisch wirken. Ein weiterer Anstieg beim CPI sollte deshalb nicht dazu führen, dass die FED in Panik verfällt. Einen massiven Anstieg der Rohstoffpreise wird die FED mit einer straffen Zinspolitik ohnehin nicht verhindern können. Auf FED kommen noch massive Probleme zu, ein „Preisproblem“ gehört sicherlich nicht dazu. Für Anleger bieten die Rohstoffmärkte allerdings eine weitereJahrhundert-Chance“.  Also: Kaufen Sie physische Goldbarren und achten Sie darauf, dass Sie als Käufer nicht namentlich registriert werden, denn am „Tag X“ („Global Currency Reset“) droht zumindest eine hohe „Lastenausgleichsabgabe“. Außerdem: Fordern Sie kostenlos den 12-seitigen Sonderbericht zur „technischen Abwicklung der Währungsreform“ sowie den 32-seitigen Sonderbericht zu den „Anzeichen der bevorstehenden Währungsreform (jeweils formlos durch Vermerk auf dem Coupon) an. Ceterum Censeo: Gold kaufen (nur physisch und unregistriert)!

Depotwert per Freitag den 23. Feb.: Devisen: $/Euro: 0.8134, SFR/€uro 0.8684. Info wegen mögl. Interessenkonflikte/§ 34b WphG: Herausgeber und Autoren besitzen alle im Muster-Depot enthaltenen Finanzinstrumente.

8 250 Gramm Gold 9.188.14 73.505.-
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Start: 14. APRIL 2014 mit 100.000 Euro: $/Euro 0.7201, SFR/Euro 0.8215, Amazon zu 311.73 $, Apple zu 74.23 $*Split 7:1, Alphabet Cl. A (vormals Google) zu 530.60 $, Private Assets zu 0.92 €, 250 Gramm Goldbarren zu 8.071 €, 100 Gramm Goldbarren zu 3.243 €. Per 25.10 2016 Verkauf Apple zu 118.25 $, Amazon zu 835.18 $ und Alphabet zu 828.55 sowie Kauf von 6 St. 250 Gramm Goldbarren zu 9.956.73 € sowie 14 St. 100 Gramm Goldbarren zu 4.000.26 €. Per 25. 10.16 wurden ferner gekauft 1 Call AMZN Jan 800 zu 65.44 $, 3 Calls AAPL Jan 110 zu 10.00 $ und 1 Call GOOGL Jan. 800 zu 52.50 $. Per 17. Januar wurden verkauft: 1 Call AMZN Jan 800 zu 18.90 $, 3 Calls AAPL Jan 110 zu 12.30 $ und 1 Call GOOGL Jan. 800 zu 35.70 $. Verkauf 19.300 Private Assets AG zu 0.51 €.

Beobachtungs-/Empfehlungsliste: Technologiewerte: Apple (175.50 $), Alphabet Cl. A) (1.128.09 $), Amazon (1.500.00 $), Facebook (183.29 $) Goldminen: Newmont Mining (38.69 $), Barrick Gold (12.18 $), Franco-Nevada (92.96 Can-$), Wheaton Precious Metals (24.77 Can-$), Goldcorp (16.27 Can-$).

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