Demo Ausgabe

22/20 – 15. Juni 2020 DEMO-AUSGABE

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Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen der Ausgabe Nr. 22 vom 15. Juni 2020. Ihr InsideGuide Team 22/20 – 15. Juni 2020 

Wie Sie wissen, hatten wir uns frühzeitig aus den Aktienmärkten verabschiedet und vollständig auf Gold und Goldminen-Aktien gesetzt. Es folgte der brutale Kurssturz im Frühjahr diesen Jahres, und wir erklärten, dass mit diesem Kurssturz die „Jahrhundert-Hausse“ endgültig Geschichte sei. Bestärkt in dieser Aussage hatten uns die vielfältigen Probleme wie Handelskrieg, Brexit, marode Banken und schließlich der Ausbruch der Corona-Pandemie. Spätestens mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie war klar, dass dem Kurssturz an den Börsen ein gravierender weltweiter Konjunktureinbruch folgen würde. Durch den weltweiten „Shutdown“ gab es dann tatsächlich den schlimmsten Wirtschaftseinbruch der letzten 100 Jahre. Zwar glauben viele Analysten und Ökonomen immer noch an eine schnelle wirtschaftliche Erholung („V-Shape“), aber die Zahlen sprechen eine andere Sprache. Viele Ökonomen sehen den Wirtschaftseinbruch als „künstlich erzeugt“ an, nämlich durch Anordnung eines „Shutdown“ durch die Politik. Nach Einschätzung dieser Ökonomen könne der Wirtschaftseinbruch durch die Politikper Dekret“ wieder beendet werden. Wir denken, dass sich die Wirtschaft nicht „per Knopfdruck“ wiederbeleben lässt. Wer am Ende Recht haben wird, darüber lässt sich vortrefflich streiten.

Wir hatten in den letzten beiden Ausgaben des „Inside Guide“ alle wichtigen volkswirtschaftlichen Aspekte beleuchtet und festgestellt, dass Regierungen und Notenbanken aus den Fehlern während der Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre gelernt haben. Bei den Maßnahmen von Regierungen und Notenbanken wurde tatsächlich an alles gedacht. Der Glaube der Ökonomen an die Lenkungskraft von Wirtschafts- und Geldpolitik ist deshalb nachvollziehbar. Wir halten es trotzdem eher mit Goethes Faust: „Die Botschaft hör‘ ich wohl, allein mir fehlt der Glaube“. Bei allem Optimismus und bei aller Vorfreude auf eine kräftige konjunkturelle Erholung in 2021, können wir die tatsächlichen Zahlen einfach nicht ignorieren, und die sind verheerend. Entscheidend wird es schließlich auf die Psychologie von Unternehmern und Verbrauchern ankommen, und die lässt sich schwer prognostizieren. Verbraucher, die die wirtschaftliche Zukunft negativ einschätzen, die werden eher sparen und auf Konsum verzichten. Gleiches gilt für Unternehmer. Unternehmer investieren nur bei rosigen Wirtschaftsaussichten und nicht deshalb, weil die Kreditzinsen gerade günstig sind. Wir denken, dass deshalb die konjunkturellen Perspektiven immer noch höchst ungewiss sind. Der aktuelle Konjunktureinbruch stellt historisch betrachtet, neben der „künstlichen Erzeugung“ durch Anordnung von „Shutdowns“, auch aus anderen Gründen eine zuvor nie dagewesene Besonderheit dar. Man sollte nicht verkennen, dass wir es mit einer 7-fach Problematik zu tun haben:

Erstens: Wir haben ein konjunkturelles Problem das historisch betrachtet substanziell ist.

Zweitens: Wir haben ein gesundheitliches Problem, das wegen fehlender Impfstoffe bis heute ungelöst ist.

Drittens: Wir haben ein soziales Problem (Ungleichverteilung, Rassismus), das während wirtschaftlich schwieriger Zeiten zu eskalieren droht.

Viertens: Wir haben ein Klima-Problem, das nicht energisch genug angegangen wird.

Fünftens: Wir haben ein politisches Problem wegen einiger Populisten wie Donald Trump, Boris Johnson, Wladimir Putin, Michelle Bolsonaro, Victor Orban, Tayyip Erdogan u.a. Die notwendige politische Zusammenarbeit wird dadurch erschwert.

Sechstens: Wir haben ein Problem der Überschuldung bei Staaten, Unternehmen und Haushalten das früher oder später gelöst werden muss, damit daraus kein Generationen-Konflikt entsteht.

Siebtens: Wir haben ein Banken-Problem. Bei dauerhaft niedrigen Zinsen können Banken im Kreditgeschäft kein Geld verdienen.

Wegen der Vielzahl der Probleme glauben wir, dass sich die Dinge nicht so einfach entwickeln werden, wie sich das viele Analysten und Ökonomen vorstellen. Wir verkennen dabei nicht, dass wir in einer Zeit gewaltiger wirtschaftlicher Umbrüche leben (Energiewirtschaft, Kommunikation, Digitalisierung u.a.) die für eine Vielzahl von wirtschaftlichen Erfolgsstories sorgen wird. Aus gutem Grund hatten wir ab 2009 die „Jahrhundert-Hausse“ ausschließlich mit Titeln wie Apple, Amazon, Google und Facebook „abgeritten“. Aktien aus dem Technologiebereich werden auch in den nächsten Jahren besser abschneiden als Aktien von Unternehmen, die der „Old Economy“ zuzuordnen sind. Es war deshalb naheliegend, dass letzte Woche der technologie-lastige Nasdaq Composite Index neue „Alltime Highs“ erreicht hat.

Wie Sie wissen, haben wir nach dem Kurssturz im Frühjahr nicht mit einer derart kräftigen Kurserholung gerechnet. Für uns war der letzte Kursaufschwung eine klassische „Bear Market Rally“, die nichts mit der fundamentalen Realität zu tun hatte. Möglicherweise haben wir uns mit dieser Einschätzung getäuscht. Die neuen „Alltime Highs“ beim Nasdaq Composite haben gezeigt, dass die „Jahrhundert-Hausse“ offensichtlich noch lebt. Der Kurseinbruch im Frühjahr wäre dann eine Korrektur im Rahmen einer andauernden „Jahrhundert-Hausse“ gewesen. Es läge dann eine ähnliche Börsenphase vor wie in der Zeit von 1982 bis 2000. Für die These einer Fortsetzung der „Jahrhundert-Hausse“ spricht die Tatsache, dass es noch keinen „finalen Blow-off“ gab, wie wir ihn Anfang 2000 gesehen haben. Wenn wir es durchaus für möglich halten, dass die Kurse noch ein paar Jahre weiter steigen, dann heißt das nicht, dass man zuvor nicht auch kräftige Rückschläge einkalkulieren muss. Es ist doch so: Die Unternehmensgewinne für 2020 werden dramatisch einbrechen. Nun kann man zwar sagen, dass an der Börse die Zukunft bewertet wird, und bei einem erwarteten Wachstum des US-GDP von + 5 % (so die Prognose von Jerome Powell in seiner Rede vom letzten Mittwoch) werden die Unternehmensgewinne wieder steigen. Für uns viel entscheidender ist aber, dass die Bilanzen der Unternehmen durch die Aufnahme von Krediten erheblichen Schaden genommen haben. Die „Flurschäden“ in den Bilanzen sind jedenfalls sicher, ob die Wirtschaft sich in 2021 wieder substanziell erholen wird, ist dagegen höchst unsicher. Wahrscheinlicher ist für uns, dass eine Pleitewelle ungeheuren Ausmaßes droht. Vorsicht bleibt deshalb geboten!

So sehr wir uns darüber ärgern, dass wir uns bezüglich der massiven Kurserholung getäuscht haben, so sehr freuen wir uns darüber, dass unsere Anlageempfehlungen (Gold, Goldminen-Aktien) trotzdem „goldrichtig“ waren. Nicht nur blieb unseren Lesern der Kurssturz im Frühjahr erspart, auch die Performance von Gold und Goldminen-Aktien war (trotz hoher Vola) besser. Dabei stehen wir erst am Beginn einer historischen Hausse bei Gold und Goldminen-Aktien. Die „Gelddruckerei“ der Notenbanken nimmt immer abenteuerliche Formen an. Die FED hat ihre Bilanzsumme seit September 2019 von 3.800 Mrd. $ auf akt. 7.100 Mrd. $ explodieren lassen. Mit dieser Politik setzen die Notenbank auf „Geldentwertung“. Am letzten Mittwoch hat FED-Chef Powell angekündigt, die Leitzinsen bis Ende 2022 bei faktisch „Null“ zu belassen und auch weiterhin massiv Anleihen mit „frisch gedrucktem Geld“ anzukaufen. Ein besseres Szenario für Gold kann es nicht geben. Noch besser sieht es für Goldminen-Aktien aus. Goldminen profitieren nicht nur von einem steigenden Goldpreis, sondern auch von den niedrigen Zinsen und von den niedrigen Energiekosten. Anders als bei anderen Unternehmen werden die Bilanzrelationen nicht schlechter, sondern immer besser. Durch die hohen freien Cash flows werden die Verbindlichkeiten stark reduziert und durch den steigenden Goldpreis steigt der Wert der vorhandenen Reserven im Boden. In den nächsten 5 Jahren dürften die Kurse der meisten Goldminen-Aktien um den Faktor 10 steigen. Bei den spekulativeren Titeln ist sogar noch erheblich mehr drin. Lassen Sie sich durch die hohe Volatilität bei Minenaktien nicht irritierendie Zukunft ist rosig!

Wir hatten am 9. September 2019 ein 100.000 € Depot mit 11 Goldminen-Aktien vorgestellt. Per Freitag hat dieses Depot um + 28,28 % zugelegt.

104 FNV 175.68 C$ 11.952.58 €
280 WPM 51.86 C$ 9.499.41 €
80 RGLD 120.35 $ 8.550.62 €
1.700 SAND 8.09 $ 12.214.03 €
600 GOLD 24.07 $ 12.825.93 €
150 AEM 59.25 $ 7.892.98 €
2.000 KGC 6.19 $ 10.994.67 €
3.000 AUY 4.91 $ 10.994.67 €
600 PAAS 35.54 $ 18.937.83 €
1.000 AG 9.26 $ 7.349.21 €
3.000 BTG 5.13 $ 13.667.85 €
Cash 1.310.11 €
128.276.93

Also: Bereiten Sie sich auf die schlimmste Rezession der Nachkriegszeit vor, kaufen Sie physische Goldbarren und achten Sie darauf, dass Sie als Käufer nicht namentlich registriert werden, denn am „Tag X“ („Global Currency Reset“) droht zumindest eine hohe „Lastenausgleichs-abgabe. Auf jeden Fall gilt: Ceterum Censeo: Gold kaufen (am besten physisch und unregistriert)!

Depotwert per Freitag den 12. Juni: Devisen: $/Euro: 0.8881, SFR/€uro 0.9323, €/Can 1,5286. Info wegen mögl. Interessenkonflikte/§ 34b WphG: Herausgeber und Autoren besitzen alle im Muster-Depot enthaltenen Finanzinstrumente.

8 250 Gramm Gold 13.064.94 104.520.-
18 100 Gramm Gold 5.249.03 94.483.-
80 Franco Nevada 114.93 9.194.-
300 Wheaton Precious M. 33.93 10.179.-
308 Newmont Goldcorp 49.25 14.169.-
Cash 77.-
232.622.-

Start: 14. APRIL 2014 mit 100.000 Euro: $/Euro 0.7201, SFR/Euro 0.8215, Amazon zu 311.73 $, Apple zu 74.23 $*Split 7:1, Alphabet Cl. A (vormals Google) zu 530.60 $, Private Assets zu 0.92 €, 250 Gramm Goldbarren zu 8.071 €, 100 Gramm Goldbarren zu 3.243 €. Per 25.10 2016 Verkauf Apple zu 118.25 $, Amazon zu 835.18 $ und Alphabet zu 828.55 sowie Kauf von 6 St. 250 Gramm Goldbarren zu 9.956.73 € sowie 14 St. 100 Gramm Goldbarren zu 4.000.26 €. Per 25. 10.16 wurden ferner gekauft 1 Call AMZN Jan 800 zu 65.44 $, 3 Calls AAPL Jan 110 zu 10.00 $ und 1 Call GOOGL Jan. 800 zu 52.50 $. Per 17. Januar wurden verkauft: 1 Call AMZN Jan 800 zu 18.90 $, 3 Calls AAPL Jan 110 zu 12.30 $ und 1 Call GOOGL Jan. 800 zu 35.70 $. Verkauf 19.300 Private Assets AG zu 0.51 €; Am WPM zu 25.94 Can-$ (16.22 €), Kauf 480 GG zu 17.01 Can-$ (10.63 €), Kauf 150 NEM zu 38.85 US-$ (31.27 €). Umtausch 480 Goldcorp (GG) in 158 Newmont wegen Fusion.

Beobachtungs-/Empfehlungsliste: Technologiewerte: Apple (338.80 $), Alphabet Cl. A) (1.412.92 $), Amazon (2.545.02 $), Facebook (228.58)Goldminen: Newmont Goldcorp (55.45 $), Barrick Gold (24.07 $),Franco-Nevada (175.68 Can-$), Wheaton Precious Metals (51.86 Can-$).

Ihre Schweizer Gnomen

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