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14/15 – 20. April 2015 DEMO-AUSGABE


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Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen der Ausgabe Nr. 14 vom 20. April 2015.

Ihr InsideGuide Team

14/15 – 20. April 2015 

Autsch, was war jetzt das? Die Stimmung an den Börsen war vergangene Woche recht gut, und wir hatten erwartet, dass zum Wochenschluss neue historische Höchstkurse erreicht werden. Diesmal kam es aber anders und das traf die Anleger und Händler wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Statt neue historische Höchstkurse gab es an den Kursanzeigetafeln ein Gemälde in rotMuss man sich jetzt etwa Sorgen machen? 

Natürlich nicht! Die heftigen Verluste haben uns gute Einstiegschancen beschert und Sorgen um die Aktienmärkte machen wir uns nicht, im Gegenteil: Wir sind weiter extrem bullisch für Aktien und Gold, da die Massenflucht aus geldwerten Anlagen noch gar nicht richtig Fahrt aufgenommen hatPanik-Verkäufe waren am Donnerstag und Freitag übrigens auch nicht zu beobachten. Was war eigentlich passiert? Grundsätzlich gilt: Kräftige Kurskorrekturen kommen immer aus heiterem Himmel, das ist nichts Besonderes sondern geradezu typisch. Es gibt leider immer noch keinen amtlichen Vorwarner, der das Börsenparkett betritt und die Glocke läutet, bevor die Kurse auf Tauchstation gehen. Händler sind normalerweise „Momentum-Trader“, die immer mit dem vorherrschenden Trendgehen und blitzartig den Markt verlassen, wenn sich der Markt dreht. Reflexartig wird zuerst verkauft und erst dann nachgedacht. Große Kursbewegungen können aus dem „Nichts“ entstehen und sich durch automatische Handelsprogramme sowie „Stop-Loss-Orders“ von selbst beschleunigenKurseinbrüche können insbesondere dann aus dem „Nichts“ entstehen, wenn die Kurse zuvor rasant gestiegen sind und die Bereitschaft zu Gewinnmitnahmen gewachsen ist. Durch die starken Kursgewinneseit Jahresbeginn waren die Aktienmärkte zwar nicht heiß gelaufen, aber anfälliger für Gewinnmitnahmen. Was noch fehlte, war der Auslöser. Und dieser Auslöser kam aus China, und er kam zur „Unzeit“. Normalerweise interessiert es keinen amerikanischen oder europäischen Börsianer, ob in China ein Sack umfällt. Den jüngsten „Knall“ von Chinas Börsen konnte man allerdings nicht ignorieren. Ein Absturz von über 6,44 % binnen weniger Stunden beim spekulativen China H-Share-Index Futureswirkt auf jeden Händler normalerweise wie ein Stromschlag. Ein solcher Absturz ist deshalb durchaus geeignet, das Stimmungsbarometer an allen Börsen der Welt sinken zu lassenSo war vermutlich das Kalkül der Akteure, die den Absturz dieses spekulativen Index Futures medial ausgeschlachtet haben. Aus unserer Sicht war das ein Klassiker von Kursmanipulation, wie ihn große Investmentbankenschon mal „inszenieren“. Vermutlich hat sich eines der großen Häuser am Aktienmarkt falsch positioniert und kann gerade keine steigenden Kurse gebrauchen. Wären nämlich am Freitag die „Alltime Highs“ übersprungen worden, dann hätte die Hausse weiter Fahrt aufnehmen nehmen können, eine Katastrophe für Häuser, die sich gerade auf der Short-Seite positioniert hatten. Bei genauerer Betrachtung stellt man aber schnell fest, dass hier tatsächlich aus einer Mücke ein Elefant gemacht wurde. Den „Propagandisten“ kam es dann sehr gelegen, dass ausgerechnet an diesem Tag alle Bloomberg-Terminals weltweit ausgefallen sind, sodass sich viele Händler kein eigenes Bild machen konnten. So wurde der Eindruck vermittelt, dass in China gerade die Welt untergeht. Da jeder weiß, dass es in der chinesischen Wirtschaft in letzter Zeit gar nicht mehr „rund läuft“ und sich in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt eine gewaltige Kreditblase gebildet hat, können Meldungen über einen vermeintlichen „Börsen-Crash“ leicht Panik-Reaktionen hervorrufen. Wir erläutern gerne die Sachlage und danach vergessen Sie diese „Petitesse“ einfach. 

Was ist also die Sachlage? Fakt ist, dass chinesische Aktien extrem gut gelaufen waren und sich wichtige Aktien-Indizes in den letzten 12 Monaten glatt verdoppelt haben. Wir haben speziell auf die gute Performance des Shenzhen B-Share Index des Öfteren hingewiesen, weil wir diesen Index schon seit Jahren als verlässlichen Frühindikator für die europäischen und amerikanischen Börsen verfolgen. Aus der Sicht der chinesischen Aufsichtsbehörden waren die Aktienkurse wohl etwas heiß gelaufen sodass sich die China Securities Regulatory Commission (CSRC), die Börsen von Shanghai und Shenzhen sowie zwei Organisationen der Finanzindustrie im Rahmen einer konzertierten Aktion dazu entschlossen haben, etwas Dampf aus dem „Börsenkessel“ abzulassen und die Gemüter der chinesischen Zockergemeindeetwas abzukühlen: 

Maßnahme 1: Die CSRC verbot eine Finanzierungsmethode (sog. Umbrella Trusts), die es Spekulanten ermöglichte, mit kleinem Kapitaleinsatz (Margin) in Aktien zu „zocken“. Zusätzlich wurden für „Margin Trading“ Limite festgelegt, wenn mit hochspekulativen Aktien kleiner Gesellschaften außerhalb des normalen Börsenhandels („over the counter“) gezockt wird.   

Maßnahme 2: Die CSRC verlangt ferner, dass die Kunden-Konten besser klassifiziert werden, wie es fast in der ganzen Welt seit langem üblich ist. Letztlich geht es darum, dass unerfahrene Kleinanleger in ihren Trading-Möglichkeiten eingeschränkt werden. 

Maßnahme 3: Die CSRC gab ferner bekannt, dass sie darüber nachdenkt, die Kapitalflüsse zwischen Shanghai und Hongkong zu erleichtern. Wenn die Regulierungen tatsächlich vereinfacht werden, dann dürften auch kleine Investoren vom Festland-China ihr Cash nach Hongkong transferieren und an der Hongkong Stock Exchange spekulieren. Die Erleichterungen könnten so aussehen, dass die Quoten für Investitionen in Hongkong entweder erhöht werden oder die bisherigen Beschränkungen ganz aufgehoben werden

Maßnahme 4: Die Börsen Shanghai und Shenzhen haben die Regeln für Leerverkäufe („Short Selling“) erleichtert. Anleger sollen dadurch die Chance haben, auch auf fallende Kurse zu spekulieren. Wer Aktien „leer“ verkaufen will, um sie später billiger zurückzukaufen, der muss sich bekanntlich die betreffenden Papiere zunächst einmal „leihen“. Bisher war es praktisch unmöglich, trotz der stark gestiegenen Kurse, Aktien zu „leihen“. Leerverkäufe waren deshalb praktisch kaum möglich. Mit den neuen Börsenregeln soll sich das jetzt ändern. Fondmanager dürfen jetzt problemloser ihre Aktienbestände an Leerverkäufer verleihen. Die Securities Association of China gab ferner bekannt, dass die Zahl der Aktien, die man leerverkaufen kann erhöht werden soll. 

Insgesamt sollten die Maßnahmen bezwecken, dass das Angebot an Aktien, die verkauft werden können, erhöht, und die Nachfrage nach Aktien  gleichzeitig gesenkt wird, weil Gelder leichter nach Hongkongabfließen können. Ob das so einfach funktioniert, wagen wir mal zu bezweifelnWirkung zeigte allerdings der spekulativste chinesische Aktien-Index, der China H-Shares Index Future. Von einem Tageshoch von 14.878 Hk-$ stürzte der Index auf 13.919 HK-$ (-6,44 %) ab. Geschlossen hat der Index mit 14.013 Hk-$, sodass ein Tagesverlust von lediglich – 4,77 % übrig blieb. Wen sollte das eigentlich interessieren, hier geht es schließlich um einen gehebelten Futures-Kontrakt, da dürfen die Ausschläge schon mal etwas heftiger ausfallen. Eine Rolle spielt auch, dass der chinesische Yuan keine voll konvertible Währung ist und auch der Handel mit chinesischen Aktien rechtlichen Beschränkungen unterliegt. Chinas Aktienmarkt ist in verschiedene Segmente unterteilt, die wiederum zu unterschiedlichen Aktienarten führen. Die wichtigsten Aktien-Arten sind A-Shares, B-Shares und H-Shares. Für die Notierung an außerchinesischen Börsen gibt es noch S-Shares (Börse Singapur), N-Shares (Börse New York), L-Shares (Börse London) und J-Shares (Börse Tokio). Ein chinesisches Unternehmen kann sowohl A-Shares als auch B-Shares emittieren. Die Kursunterschiede zwischen A– und B-Shares können allerdings erheblich sein, weil die Arbitrage zwischen beiden Aktiengattungen verboten ist. A-Shares werden an den beiden Festland-Börsen Shanghai und Shenzhen und zwar in der Landeswährung Yuan (auch Renminbi) gehandelt. Ursprünglich durften diese Aktien nur von chinesischen Staatsbürgern gehandelt werden. Seit 2002 sind auch einige Qualified Foreign Institutional Investors (QFII) zugelassen. B-Shares werden ebenfalls in Shanghai und Shenzhen gehandelt, allerdings in ausländischer Währung. In Shanghaiwerden B-Shares in US-$ gehandelt, in Shenzhen in Hongkong-$. B-Shares dürfen wiederum nur von Ausländern gehandelt werden und seit 2001 auch von chinesischen Staatsbürgern, die Konten fürAusländer eröffnet haben (z.B. für Auslandschinesen). H-Shares sind Aktien von Unternehmen aus Festland-China, die an der Hongkong Stock Exchange in HK-$ notieren. H-Share können anstatt B-Shares oder zusätzlich zu B-Shares emittiert werden. Es gibt H-Shares von 90 Unternehmen, die nach internationalen Standards bilanzieren, für die aber trotzdem das chinesische Aktienrecht gilt. Gibt es nun Anlass zur Sorge? Wirklich nichtNicht einmal die A-Shares und B-Shares in Shanghai und Shenzhen haben substanzielle Verluste erlitten. Im Gegenteil: Der Shanghai A-Share Index hat nach + 89,6 % in 6 Monaten am letzten Freitag sogar mit 4.523 ein neues „Alltime High“ markiert und nur unwesentlich darunter mit 4.492 geschlossen. Der Shanghai B-Share Index hatte zuletzt in nur 3 Tagenüber + 30 % zugelegt und am Freitag mit 412 ebenfalls ein neues „Alltime High“ erreicht und mit 392geschlossen. Wenn schon die Auswirkungen in China unwesentlich sind, sollten die europäischen und amerikanischen Märkte nicht leiden! AlsoVergessen Sie China, alles halb so wild! Viel interessanter ist, dass die EZB mit ihren Staatsanleihekäufen die Rendite 10 j. deutscher Bunds auf ein neues Tief von 0,056 % gedrückt hat. Das 60 Mrd. €/Monat QE-Programm geht bis Sept. 2016. Unser Kursziel für den DAX von 16.000, für das wir lange belächelt wurden, ist deshalb vermutlich noch zu tief. Inzwischen sind auch Andere „auf den Trichter gekommen“ und rufen noch  höhere Kursziele aus, z.B. 17.000 (Börse Online) oder 20.000 (Wirtschaftswoche). Noch mehr Potenzial hat auf jeden Fall Gold, da der „Global Currency Reset“ (Währungsreformschnell näher rückt. Wie schnell, das können Sie in unserem „Sonderbericht Währungsreform“ nachlesen, den wir gerade vollständig überarbeitet und umfangreich ergänzt haben. Den überarbeiteten Sonderbericht können Sie kostenlos bei uns anfordern, er ist demnächst versandfertig (einfach auf Coupon vermerken!). 

Unser bester Rat für 2015: Kaufen sie physische Goldbarren und achten Sie daraufdass Sie als Käufer nicht namentlich registriert werden, denn am „Tag X“ droht zumindest eine hohe „Lastenausgleichsabgabe“. Wir verweisen auf unseren „Sonderbericht Währungsreform“, den Sie kostenlos bei uns anfordern können (auf Coupon vermerken!). Ceterum Censeo: Aktien kaufen! Aktienkaufen! Gold kaufen (nur physisch und unregistriert)! 

Depotwert per Freitag den 17. April: Devisen: $/Euro: 0.9254, SFR/€uro 0.9716. Info wegen  mögl. Interessenkonflikte/§ 34b WphG: Herausgeber und Autoren besitzen die im Muster-Depot enthaltenen Finanzinstrumente.

 

80 Amazon 375,56  

27.803,-

329 Apple 124,75

37.981,-

2 250 Gr.Gold 9.475,78

18.952,-

4 100 Gr.Gold 3.807,03  

15.228,-

19.300 Private Assets 1.23

23.739,-

46 Google 524,05  

22.308,-

Cash  

10,-

   

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146.011.-

 

Start: 14. APRIL 2014 mit 100.000 Euro: $/Euro 0.7201, SFR/Euro 0.8215, Amazon zu 311.73 $, Apple zu 74.23 $*Split 7:1, Google zu 530.60 $, Private Assets zu 0.92 €, 250 Gramm Goldbarren zu 8.071 €, 100 Gramm Goldbarren zu 3.243 €. 

Empfehlungsliste (aktuell zu bevorzugende Aktien sind unterstrichen): Pharma: Roche GS (270.20), Teva(64.91), KonsumMcDonalds (94.88) Technologiewerte: Apple (124.75), Software AG (24.96), Internetwerte spekulativ: Google (524.05), Amazon (375.56), Rohstoffe:, Freeport McMoran (20.67), Chevron (109.11), Fuchs Petrolub (34.10), FinanzenPrivate Assets AG (1.23) 

Überdurchschnittliches Kurspotenzial besitzt unsere spekulative Empfehlung Private Assets AG (WKN 605113) (1.23)

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